Warum liest Privalino eigentlich alle Nachrichten mit?

Geschrieben von patrick am 12.09.2018

Wenn wir mit Eltern reden, die sich für Privalino interessieren, aber noch zögern, hören wir häufig diesen Satz: „Die Idee ist super! Wenn ihr nur nicht alles mitlesen würdet, wäre ich sofort dabei.“ Um die Bedenken bezüglich Datenschutz und Wahrung der Privatsphäre zu zerstreuen, möchten wir in diesem Blog-Beitrag einmal erklären, warum Privalino die Nachrichten der Nutzer mitliest und was wir mit den Nachrichten überhaupt machen. Die Privatsphäre ist ein hohes Gut und wir können die Besorgnis über eine Software, die die Online-Kommunikation mitliest, absolut nachfühlen. Daher kommen hier drei Antworten auf die Frage:

Warum liest Privalino eigentlich alle Nachrichten mit?

1. Um eine Gefahr zu erkennen, muss man sie erst mal wahrnehmen.

Die Gefahr beim Cyber-Grooming ist, dass es niemandem auffällt. Gerade in der Anfangsphase des Cyber-Grooming, wenn ein Kanalwechsel versucht wird oder das Kind nach privaten Informationen gefragt wird, merken die betroffenen Kinder nicht, dass sie sich gerade im Visier eines Cyber-Groomers befinden. Sobald sie es tun, ist es meist schon zu spät. Die betroffenen Kinder berichten ihren Eltern aus diversen Gründen nicht von dem sexuellen Missbrauch. Die Eltern selbst entdecken Cyber-Grooming höchstens bei einer gründlichen Handykontrolle und nur, wenn die Kinder die Chatverläufe nicht gelöscht haben. In letzterem Fall sind diese Kinder entweder schon so manipuliert oder von Scham erfüllt, dass sie die Aufklärung des Missbrauchs selbst zu vereiteln suchen. Privalino sorgt dafür, dass es gar nicht erst so weit kommt. Wenn man also rechtzeitig über Cyber-Grooming informiert werden will, muss man in den Chat hineinschauen können. Wir möchten betonen, dass unsere Experten nicht jede Nachricht mitlesen. Das wäre auch nicht möglich. Sie überprüfen lediglich solche Nachrichten, die durch die künstliche Intelligenz als potentiell gefährlich eingestuft wurden, um eine zusätzliche Sicherheit zu gewähren.

2. Je mehr Nachrichten, desto sicherer wird Privalino.

Privalino basiert auf einer künstlichen Intelligenz. Diese KI ist der Grund dafür, dass wir zuverlässig Cyber-Grooming entdecken können. Die Technologie schlägt alle anderen Mechanismen wie zum Beispiel Wortlisten und ist hoch skalierbar. Das bedeutet, Privalino ist (fast) so gut wie ein menschlicher Moderator, kann aber viel mehr Nachrichten in kürzerer Zeit verarbeiten. Um zu funktionieren, braucht unsere KI einen Datensatz von Chatnachrichten auf dessen Basis sie lernen kann. Ohne diese Chatdaten wüsste Privalino nicht, wonach es Ausschau halten soll. Das wäre so als sollte man ein Gemälde seiner Epoche zuweisen, ohne jemals zuvor überhaupt ein Bild gesehen zu haben. Erst wenn man ein paar Werke verschiedener Kunstepochen gesehen hat, entwickelt man ein Gefühl dafür, welche Merkmale eines Bildes Indizien für die entsprechende Epoche sind. So ist es auch bei Privalino. Je mehr Chatnachrichten die KI in der Datenbank gespeichert hat, desto genauer wird die Einschätzung der Gefährlichkeit einer Konversation.

3. Für eine lokale Lösung sind Smartphones noch zu schwach.

Es ist technisch leider noch nicht möglich, die Algorithmen und Modelle von Privalino lokal auf einem Smartphone laufen zu lassen. Heutige Geräte bringen noch nicht die erforderliche Leistung, um die komplizierten Modelle der KI überhaupt zu berechnen. Selbst die sehr leistungsfähigen Geräte der neuesten Generation hätten ihre Probleme. Instant bedeutet auf Deutsch sofortig. Beim Instant Messaging geht es genau wie bei Instant Nudeln um Geschwindigkeit. Der sofortige Austausch von Nachrichten macht dabei den Reiz aus. Die Geschwindigkeit der Nachrichtenübertragung würde unter einer lokalen Lösung stark leiden und das Chat-Erlebnis für die Nutzer stören.

Unser Versprechen

Die DSGVO in Kombination mit der medialen Berichterstattung um die Gerichtsverhandlung von Mark Zuckerberg hat viele Menschen für die Themen Datenschutz und Privatsphäre im Netz sensibilisiert. Unserer Ansicht nach vollkommen zu Recht. Wir sind als Internetnutzer viel zu lange viel zu sorglos mit unseren Daten umgegangen. Daher begrüßen wir die kritischen Auseinandersetzung mit der Thematik. Jetzt kommt das Aber: Nicht jede Abgabe von Daten an Unternehmen ist “böse” und wird zu manipulativen Zwecken eingesetzt. Manche Produkte wie Privalino setzen die gesammelten Daten zum Wohle seiner Nutzer ein und für nichts anderes. Wir nutzen die Daten nicht für Werbezwecke und verkaufen sie auch nicht an Dritte. Das wird immer so bleiben. Indianerehrenwort.

Patrick Schneider

Der gebürtige Ratinger und Wahlduisburger ist der kreative Kopf hinter dem Marketing von Privalino und das betriebswirtschaftliche Rückgrat der Firma. Er sammelt schneller Meinungen als Lucky Luke seine Pistole zieht. Ob in der Hotellobby, am Messestand oder Netz: Patrick ist immer on fire für Privalino.